Ausbildungsmessen, Berufswahlmessen (hier: organisiert vom Rotary-Club Segeberg)

 

Es gehört mittlerweile oft zum Standardangebot in der Region,  “Ausbildungsmessen” bzw. “Berufsmessen” anzubieten. Hier haben die  Jugendlichen die Möglichkeit, sich im direkten Gespräch mit  Auszubildenden, Ausbildungsleitern etc . individuell zu informieren und Tipps einzuholen.

  Vorlage für eine Erkundung   

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Quelle: Segeberger Zeitung vom 13.02. 2002, Seite 3

Von A wie Apotheker bis Z wie Zahnarzt

Segeberger Rotarier luden Wahlstedter Realschüler wieder zur traditionellen Berufsberatung ein

Wahlstedt (pjm) Zuerst standen die etwa 40 Realschüler aus zwei 9. Klassen  noch  etwas unschlüssig-staunend da, doch dann sammelten  sie sich rasch  zu  kleinen Grüppchen an den Tischen, auf denen Schilder mit Aufschriften  wie Pflegeberufe" oder Handelsgastronomie" standen. Vom Apotheker bis  zum Zahnarzt, vom Bankkaufmann  bis zum  Zootierpfleger reichte das  Spektrum, das die  Mitglieder des Rotary-Clubs Segeberg den Jugendlichen in der Begegnungsstätte präsentierten. Jeder Beruf ist in unserem  Verein  nur einmal  vertreten", erklärte Rotarier-Präsident Wilhelm  Hasenkamp das Angebot von 40 Mitgliedern bei der traditionellen  Berufsberatung von Ausbildungsjahrgänge.

Insgesamt gibt es in Deutschland 36 000 Rotarier in etwa 750 Clubs. Weltweit   haben sich rund 1,3 Millionen Menschen dem Vereinsziel  verschrieben   anderen Menschen zu helfen helfen in diesem Falle jungen Leuten beim Schritt  ins Erwerbsleben. “Die Berufsmesse ist eine Veranstaltung, die  es schon seit Mitte der 70er Jahre in Wahlstedt gibt” berichtete Dr. Klaus  Westphal vom Berufsdienst der Rotarier. “Macht Euch schlau, fragt den Leuten Löcher in den Bauch", empfahl er den Schülern, die zur Zeit  gerade im Praktikum sind. Die  Berufsberatung der Rotarier ist Teil des Berufswahl-Unterrichts, der schon seit Beginn des Schuljahres läuft,  erklärte Lehrer Wolfgang Wittke. Besonders großes Interesse in der  Begegnungsstätte fanden die medizinischen Berufe. Aber auch der Stand  der Kreissparkasse Segeberg war gut besucht. Das  Interesse für diese   Branchen sei in Wahlstedt immer sehr groß, berichtete  Westphal aus  Erfahrung. Ebenfalls eine Schar junger Leuten sammelte sich um Ronny Kranz  Restaurantleiter im Bad Segeberger Vitalia-Seehotel. Vor allem   Arbeitszeiten und Verdienstmöglichkeiten interessierten die Schüler. Überstunden seien in seiner Branche

ganz normal, erklärte Kranz  Dafür  seien  die Berufsaussichten auch international sehr gut. "Wer in  Deutschland  einsteigt, hat die Möglichkeiten, weltweit zu arbeiten. In vielen Hotels sind Deutsche in “Chefpositionen”, erklärte er. An manchen Tischen ging es dagegen ruhiger zu. Er müsse erst einmal die Aufgabe  seines  Amtes erklären, berichtete Herbert Müller, Leiter des Katasteramtes in Bad  Segeberg. Viele würden erst durch Stellenanzeigen in den Zeitungen auf die Branche aufmerksam. Dem Schüler Johann Rogol  konnte er gute  Berufsaus- sichten versprechen. Immerhin ist die Arbeit  der  Vermessungstechniker, die auch Geodäen oder Geometer genannt  werden, die Grundlage für andere Planungsarbeiten. Auch Rotary-Präsident Hasenkamp selbst beteiligte sich als  Berufsberater. Die Wahlstedterin Ida  Reisler bekam durch ihn Interesse  an einer Ausbildung zur Steuerfachangestellten.  

Der Landwirtschaftliche  Buchführungsverband sowie die  Schleswig-Holsteinische Buchführungs- und Beratungsgesellschaft häten viel zu wenig Bewerbungen, berichteteHasenkamp. Dabei biete das Unternehmen nicht nur “Papierkrieg” gäbe, sondern  auch persönliche Gespräche mit den Kunden. Eine Herausforderung ganz  besonderer Art  suchte die 15-jährige Lil Nielsen. Sie interessierte  sich für ein Praktikum bei der Bundeswehr, um vielleicht auch richtig  im Schlamm “rumzuwühlen” und sich als Frau zu beweisen. Für den  Wehrdienstberatungsoffizier Ralf Klemens kein ungewöhnliches  Ansinnen: Mittlerweile seien schon 20 Prozent der  Bewerber bei der  Bundeswehr Frauen. Die meisten gingen in die Logistik und die  Verwaltung, doch immer mehr drängen zur kämpfenden Truppe. Dabei müssen  die freiwilligen Frauen das gleiche Annahmeverfahren wie die Männer bewältigen. Sie haben aber auch die gleichen Aufstiegsmöglichkeiten. Klemens ist sicher, auch bei den bewaffneten Einheiten wird es €žfrüher  oder später weibliche Generäle geben".

 

Quelle: Segeberger ZeiVomtungvom 12.02. 2003, Seite 6

Vom Rotary-Club zum Ausbildungsvertrag

Bewährte Berufsberatung der Rotarier in der Wahlstedter Realschule

Wahlstedt (pjm) So ein Erfolg kann sich sehen lassen: Vor etwa einem Jahr hatte  der heute 17-jährige Denis Hansen eine Berufsberatung des Rotary-Clubs  besucht - und auf Anhieb festgestellt, für welche Berufsrichtung er sich interessiert: Er will bei einer Krankenkasse arbeiten. Gleich vor Ort  bekam er Kontakt zur Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK),  absolvierte dort ein Praktikum - und ist heute dort als  Sozialversicherungsfachangestellter im ersten Lehrjahr beschäftigt.

Nun, war Denis Hansen bei der jüngsten Rotary-Beratung dieser Art in der  Wahlstedter Realschule als Gast eingeladen, um über seine guten  Erfahrungen zur berichten. Denn  tatsächlich hat sich diese Einrichtung  der Rotarier nicht nur als theoretische sondern auch als praktische  Hilfe bewährt - und sie ist vielseitig.

Wir haben alle verschiedene Berufe, und jeder weiß deshalb etwas anderes zu erzählen", betonte Bad Segebergs Rotary-Präsident Ulrich von Meyer. Das sei “Berufsberatung aus erster Hand".

Auf Einladung des Rotary-Clubs kamen Vertreter verschiedener Firmen und  Berufsgruppen in der Realschule zusammen. “Es ist eine gute  Möglichkeit, sich über Berufe ein Bild zu machen", meinte Schüler Igor Freund, als er einen Blick auf die vor den Türen ausgehängte Liste warf. Dort waren alle an diesem Abend vertretenen Berufe aufgelistet. “Man  erfährt, was hinter den Berufsbezeichnungen steckt", stellten Karolina  Bester und Irene Lehmann fest.

Über eine ähnliche Berufsberatung war auch Justine Greda aus Wahlstedt zu  ihrem Ausbildungsplatz bei der Waldapotheke gekommen. “Ich wollte  irgendwas mit  Gesundheit machen", schilderte sie. Nach einem Praktikum  im Krankenhaus landete sie bei der Waldapotheke - und ist nun  begeistert: “Das macht super viel Spaß!" Die Auszubildende im dritten  Lehrjahr riet den Realschülern, die Chance der Beratung

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zu  nutzen.Durch die Berufsberatung sei es auch möglich, manche Berufe richtig bekannt zu machen, erklärte Ralf Moldenhauer von der DAK. Nicole Harder von der Waldapotheke ergänzte: “Das Interesse wird durch  einen Blick in das Berufsfeld geweckt - mehr als durch Informationen  vom Arbeitsamt." Die Rotary-Berufsberatung fand erstmals in der Schule  selbst statt. Um den Schülern räumlich entgegen zu kommen", erklärte  Dr. Klaus Westphal vom Berufsdienst des Rotary-Clubs. Allerdings machte  die Aufteilung auf mehrere Klassenräume den Überblick über die Angebote  etwas schwierig.  Die Schüler mussten von Raum zu Raum ziehen. Die  Berufsberatung, die der 1969 gegründete Club schon seit etwa 30 Jahren  anbietet, soll nun im nächsten Jahr natürlich fortgesetzt werden. Sie  ist in das Fach “WiPo" (Wirtschaft/Politik) und eine Praktikumszeit  eingebunden.

Dazu gehört auch ein Besuch beim Berufsberatungszentrum in Neumünster .Bei  den Wunschberufen sind die Jugendlichen eher bodenständig, stellten die  Lehrer Wilfried Jendis und Wolfgang Wittke fest. Unerfüllbare Träume  gibt es kaum. Schwerpunkt sind kaufmännische und technische Berufe. Das Handwerk ist weniger  gefragt. Doch etwas auch aus dem Rahmen fallende Praktika kommen auch vor: Erstmals macht eine Schülerin ein Praktikum bei der  Bundeswehr in  Boostedt.

 

Quelle: Lübecker Nachrichten vom 23.02. 2006, Seite 12

Ohne vorheriges Praktikum geht kaum noch etwas

23 Unternehmen und Organisationen informieren in Wahlstedt über Ausbildungsmöglichkeiten

Wahlstedt - Eine bessere und kompaktere Möglichkeit, sich über die zahlreichen  Möglichkeiten im Berufsleben zu informieren, gibt es kaum: 35 Betriebe  und Organisationen waren am Montagabend bei der vom Rotary Club  organisierten Ausbildungsmesse in der Poul-Due-Jensen-Schule  vertreten. Organisator Sven Fischer freute  sich  besonders über das Sponsoring  der Firma Grundfos. Die Aussteller bekommen nach der Messe einen  Imbiss, denn für sie ist das hier ja schließlich Freizeit." Für die  Schüler der Realschule und der Hauptschule in Wahlstedt war ein Besuch  der Messe Pflicht. Eingeladen waren außerdem die Realschule Rickling und Schüler der Berufsfachschule in Bad Segeberg.

Von Birgit Waterlo

Aber auch Martine Breuel von der Bad Segeberger Dahlmannschule war mit ihrer Mutter zur Ausbil- dungsmesse gekommen. Die Gymnasiastin interessiert  sich für eine Ausbildung bei der Polizei, wo sie bereits ein Praktikum  absolviert hat. Außerdem informierte sie sich bei Oberfeldwebel  Mike  Blankenberg über Chancen bei der Bundeswehr. Martin Stötera vom  Arbeitsamt wies die Schüler darauf hin, dass sie sich bei der Berufswahl nicht nur innerhalb der zehn beliebtesten Berufe bewegen sollten. “€žIm  Bereich Segeberg/Neumünster gibt es 150 verschiedene Ausbildungsberufe", stellte er klar. Egal welcher Berufsweg eingeschlagen werden  soll, eine gute Bewerbung ist entscheidend. Um den Schulabgängern das  Bewusstsein für eine korrekte Bewerbung zu vermitteln, hatte Bernd  Schindzielorz zahlreiche Negativbeispiele mitgebracht. ”Das hilft am  besten", so die Erfahrung des langjährigen Ausbildungsleiters bei Möbel  Kraft in Bad Segeberg. Andre Rose vom Wildpark Eekholt informierte über den Beruf des Tierpflegers - so auch Hannah Baasner, die aus der  Zeitung von der Ausbildungsmesse

erfahren hatte. Sie war mit ihrer  Mutter aus Tensfeld gekommen. Neben dem Beruf der Tierpflegerm  interessiert sie auch eine Ausbildung im Malergewerbe. Petra Stolten von der Ãrztekammer war mit der Wissbegierde der Schüler sehr zufrieden. “Super, wir haben hier immer gut zu tun".Ein Praktikum ist ganz wichtig, eventuell sollte man dafür auch mal einen  Ferientag opfern." Das hält man auch beim Wegezweckverband für unerlässlich. “Bevor jemand bei uns einen Ausbildungsvertrag bekommt,  muss " er ein Praktikum absolvieren", erklärte Jens Kretschmer,  Vorstandsvorsitzender des WZV. Er bedauerte, dass viele Schüler mit  dem WZV nur Mülltonnenschieben in Verbindung bringen. “Wir bilden  immerhin in vier verschiedenen Berufen aus", machte er deutlich. Neben  der Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft sowie der Fachkraft  für Rohr-, Kanal- und

Industrieservice auch Kraftfahrzeugmechatroniker und Bürokaufmann. Kretschmer riet, dass sich die Schüler besser auf  die Messe vorbereiten müssten. Sie einfach so laufen zu lassen, das bringt nichts. Laura Krefeld und Ann-Kathrin Krawczak von der Realschule  Wahlstedt nutzten die vielfältigen Angebote der Messe. “Es ist sehr  interessant, man kann Kontakte knüpfen und erfährt, was man für bestimmte Berufe braucht", sagte Ann-Kathrin Krawzak. Außer beim  Landesverein für Innere Mission erkundigten sie sich auch bei Arko und  bei Möbel Kraft nach ihren Chancen. Auf der Wunschliste ganz oben steht  bei beiden Schülerinnen die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau.

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