Betriebspraktikum (hier: grundlegende Regelungen an vielen Schulen in S-H)

 

Allgemeine Zielsetzung des Praktikums

Das Betriebspraktikum stellt eine sehr gute Möglichkeit dar, Entscheidungshilfen im Berufswahlprozess zu erhalten, da der auserwählte “Traumberuf” in der Praxis erfahren werden kann. Die individuellen Vorstellungen über das betreffende Berufsbild lassen  sich durch eigenes Erleben kritisch überprüfen. Hierbei sollte jedoch  bedacht werden, dass in der relativ kurzen Zeit nur ein Ausschnitt aus  dem betrieblichen Geschehen erfahren werden kann.

Betriebspraktika sind meist feste Bestandteile des Unterrichts. Sie dauern in der Regel zwei Wochen, finden in der vorletzten Klasse statt und werden von den  LehrernInnen betreut.

Praktikum

Wie bewirbt man sich um ein Praktikum ?

Im Prinzip gelten die gleichen Regeln wie bei der Bewerbung um eine  Ausbildungsstelle. Erst müssen Bewerbungsadressen recherchiert werden,  dann erfolgt die Bewerbung -  persönlich, telefonisch oder schriftlich. Lediglich die Auswahl der Betriebe, wer einen Praktikumsplatz erhält, erfolgt oft einfacher und rascher, als die Auswahl eines künftigen Azubi.

 

Das Betriebspraktikum (Grundsätze)

In den Gemeinschaftsschulen werden  zweiwöchige Praktika meist in der 8. und 9. Jahrgangsstufe durchgeführt. Da es sich bei diesem Angebot um  eine schulische Veranstaltung handelt, sind damit gewisse Rahmenbedingungen verbunden, die es zu beachten gilt (sh. nachstehende  Informationen/Hinweise):

Das Betriebspraktikum ist Bestandteil des Faches Wirtschaft/Politik. Es wird im Rahmen dieses Faches vor- und auch nachbereitet und soll eine Entscheidungshilfe beim Berufswahlprozess anbieten. Es dient nicht der Vermittlung von Ausbildungsplätzen.

Die Schüler und Schülerinnen werden in der Regel zeitig aufgefordert, sich - ggf. unter Mithilfe der Eltern - um einen Praktikumsplatz zu bemühen. Hinsichtlich der individuellen Berufswünsche wurden bzw. werden im  Unterricht Entscheidungshilfen erarbeitet. Konkrete Hinweise auf Firmen, die in den gewünschten Berufen Praktikanten aufnehmen, sind auf  Nachfrage meist beim Fachlehrer zu  erhalten. Bei der Suche nach  geeigneten Stellen ist zu beachten, dass sich der Praktikumsbetrieb im Schulort bzw. in der näheren Umgebung befindet.

Bei der persönlichen Vorsprache in den Betrieben ergibt sich die  Gelegenheit, Punkte wie Arbeitszeit, Arbeitskleidung, Unfallgefahren usw. abzuklären.

Die ausgeteilten Rückmeldungen müssen rechtzeitig ausgefüllt in der Schule abgegeben werden.

Soll ein Praktikum z.B. in einem Betrieb der Lebensmittelbranche oder in einem Kinderhort durchgeführt werden, so wird eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz erforderlich.

Werden Busfahrkarten innerhalb des Einzugsgebietes der Schule benötigt, so ist die Schule für deren Beschaffung zuständig (unterschiedliche Regelungen !).

Die zur Betreuung eingeteilte Lehrkraft wird den Betrieb in der Regel einmal während des Praktikums aufsuchen.

Im Falle einer Krankheit muss die Verhinderung sowohl dem Betrieb als auch der betreuenden Lehrkraft/Schule telefonisch mitgeteilt werden.

Das Praktikum entbindet in der Regel nicht von der Teilnahme am Konfirmandenunterricht (vor Ort abzuklären !).

Für Versicherungsschutz bei Unfall- und Haftpflichtschäden im Betrieb ist gesorgt. Die SchülerInnen sind während des Praktikums sowie auf dem  Wege zum und vom Betrieb unfallversichert. Ferner besteht eine  Haftpflichtversicherung für Schäden aus Handlungen, für die die  Praktikanten zivilrechtlich schadenersatzpflichtig gemacht werden  können.

Während des Praktikums sollen in der Regel unterrichtsrelevante Aufgaben (wie  z. B. “Erkundungsbogen”) erledigt werden (genaue Hinweise wird der Fachlehrer erteilen). Die Abgabe dieser Arbeiten muss fristgerecht nach  Beendigung des Praktikums erfolgen.

Erfahrungsgemäß ist mit der Aufnahme von SchülerInnen während des Betriebspraktikums  eine Mehrbelastung in den Betrieben verbunden. Die SchülerInnen werden  als Gäste in den Betrieben aufgenommen. Sie sollten sich deshalb so  verhalten, dass auch nachfolgende Praktikanten gern aufgenommen werden.

Die Verschwiegenheit über betriebsinterne Angelegenheiten ist selbstverständlich.

Außerplanmäßiges Praktikum

Immer wieder wird die Frage nach Versicherungsschutz von Schülerinnen und  Schülern gestellt, die nicht im Rahmen eines offiziellen Betriebspraktikums, sondern zu anderen Zeiten ein zusätzliches Praktikum absolvieren - z. B. in den Ferien !

Praktika  während  der Ferien sind grundsätzlich keine schulischen Veranstaltungen.
Das IQSH empfiehlt den Eltern eindringlich, für ausreichenden Versicherungsschutz ihrer Kinder zu sorgen.

 

Praktika